Wo wird die Physiotherapie eingesetzt?

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Nach der Op oder Verletzung:

 

Es werden gezielt physiotherapeutische Maßnahmeneinen eingesetzt um die Wundheilung zu fördern und ein verkleben/vernarben geschädigter Strukturen zu verhindern. Dadurch wird eine verbesserte Durchblutung des Gewebes gefördert, was zu einer besseren Nährstoffversorgung und zu schnellerem Abbau von Stoffwechselabfallprodukten und Entzündungsmediatoren führt und damit den Heilungsprozess positiv beeinflußt. Unter Beachtung der Wundheilungsphasen kann mit sanften Techniken schon sehr früh nach einer OP begonnen werden (z.B. Lymphdrainage, leichtes passives Bewegen).

Leider werden viele Hunde erst sehr spät nach der OP in der Physiotherapie vorgestellt. Dabei ist es hier nicht anders als beim Menschen:

Durch passive Bewegungen ohne Belastung wird neu gebildetes Kollagen dazu angeregt, seine Fasern in Zugrichtung auszurichten und wird stabiler in seiner Funktion werden. 

Somit erreicht man ein leistungsfähigeres, gesünderes Gewebe. Wartet man zu lange, ist ein „Versteifen“ kaum mehr abwendbar.


Im späteren Verlauf wird mit aktiven Übungen die Koordination und Propriozeption geschult, ein gesundes Bewegungsmuster wiederhergestellt. Ebenso wird Muskulatur und Kondition aufgebaut und Dehnübungen sowie Massagen helfen dabei, den Hund beweglich zu halten und Verspannungen zu lockern.


Es ist sehr gut, den Hund schon, wenn möglich, vor einer anstehenden OP in der Physiopraxis vorzustellen, damit er vorab schon an die Behandlung gewöhnt werden kann und ich Ihnen vorab ein paar Übungen und Techniken, die sie in den ersten Tagen anwenden können, für zuhause mitgeben kann.

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Verändertes Verhalten

Auch wenn Ihnen eine verändertes Verhalten am Hund auffällt, er nicht mehr gerne bergaufgeht, sich häufiger setzt oder ablegt beim Gassigehen, er nicht mehr ins oder aus dem Auto raus springen mag, er die Treppe zum Schlafzimmer nicht mehr hochgeht, er anders läuft als gewohnt, mit den Krallen schleift, den Rücken aufwölbt, er sich öfter die Pfoten beknabbert oder mangelnde Bewegungslust zeigt, macht es Sinn, den Hund physiotherapeutisch durchzuchecken. Das alles können Anzeichen für Veränderte Belastung, Schonhaltung und beginnende bzw. vorliegende Erkrankungen sein. Bei schwerwiegenden Fällen sollte natürlich immer auch der Tierarzt hinzugezogen werden. 

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Neurologische Erkrankungen

Bei neurologischen Erkrankungen können wir über die Physiotherapie wunderbar eingreifen und zur (oft schon aussichtslos erscheinenden) Heilung beitragen!

Auch Nerven sind in den meisten Fällen regenerationsfähig, benötigen aber Zeit um nachwachsen zu können, und benötigen gezielt gesetzte Reize um sich korrekt anbahnen zu können. Durch gezieltes Bewegen und die Anregung der Rezeptoren lassen sich geschädigte Nerven neu anbahnen. Massagen des umliegenden Gewebes sorgen für eine erhöhte Durchblutung und Nährstoffversorgung des Nerven und ermöglichen ein freies Gleiten des Nerven im Gewebe. Denn auch hier gilt zu bedenken: das Leben besteht in der Bewegung!

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Junghunde Check

Junghundecheck: So lassen sich schon beim Welpen oder  Junghund Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. HD, Instabilität versch. Gelenke, Fehlstellungen) erkennen und durch gezieltes Training dahingehend verbessern, dass der Hund auch im Alter wenig Probleme und möglichst keine Arthrose bekommen wird. 

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Prophylaxe beim Sporthund

Oder auch zur Prophylaxe beim Sporthund, der meist sehr einseitigen oder stark gelenksbelastenden Bewegungen ausgesetzt ist und durch ein ihm angepasstes Training einen körperlichen Ausgleich finden wird. 

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Seniorenpflege

Der Hund wird zum Senior: es ist ein natürlicher Alterungsprozess, dass die Beweglichkeit und Feinabstimmung im Körper nachlässt. Gerade hier können wir über Massagen, Dehnungen, passives Bewegen, Koordinationsübungen und leichtes Muskeltraining unterstützen, um unseren Freund und Partner so lange wie möglich fit zu halten.

EIN CHECK-UP LOHNT SICH IMMER!

Wie läuft die Behandlung ab?

Ihr kommt mit eurem Liebling zu mir in die Praxis. Ich werde eine gründliche Anamnese machen, euch zu Auffälligkeiten befragen, mir den Hund genau beim Laufen und in diversen Bewegungen, wie Sitz, Platz,  im achter laufend, ansehen und beurteilen. Ebenso wird der Hund palpiert (abgetastet) um Veränderungen an Muskulatur und Gewebe zu erkennen. Bei Auffälligkeiten werden verschiedene Tests gemacht um Gelenksbewegung zu beurteilen, Spannung im Nerven oder Muskel zu differenzieren.

 Daraufhin erstelle ich einen Behandlungs- und Trainingsplan, nach dem wir gemeinsam arbeiten. Wichtig ist mir, dass der Besitzer mitarbeitet und der Hund auch zwischen den Terminen bei mir seine Hausaufgaben abarbeitet.

In der Regel sind mehrere Behandlungen nötig, bis der Hund stabil wird, Gewebe braucht Zeit um sich umzustrukturieren, bedenke dies bitte mit.

Und der Erfolg hängt immer auch ein Stück weit von deiner Eigeninitiative als Besitzer ab. Aber gemeinsam können wir viel erreichen! In der ersten Sitzung schaffen wir meist nur die Anamnese und Ausarbeitung eines Therapieplanes und nur einen kleinen Ansatz an Behandlung. In den weiteren Sitzungen wird der Hund von mir behandelt und es kommen Trainingselemente hinzu.

Bitte bringe viele (wirklich viele!) kleine tolle Leckerli mit, um den Hund zu bestätigen. Schließlich soll eine Behandlung für ihn so toll wie möglich sein. Gerne könnt ihr auch eine eigene, dem Hund gewohnte Decke mitbringen. Sollte dein Hund sich nicht gerne Anfassen lassen, werden wir ihn auch daran gewöhnen, aber ein Behandeln ist dann nur schwer möglich. Gerne könnt ihr bei mir vorab zum Training gezielt dazu kommen.

Welche Leistungen biete ich an?

Scheut euch bitte nicht, mich zu fragen, ob ihr mit eurem Hund/eurer Katze bei mir richtig aufgehoben seid!
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